Merke: Ein Saufgelage in einem fremden Bezirk, kann ähnlich enden wie ein OneWay-Ticket nach Australien, nur dass man in ersterem Fall statt zusammengepfercht in einem Kängurugehege, genauso platzsparend bei Freunden auf dem Sofa landet, dort nächtigt und am nächsten Tag in der Früh erst mal seine Gliedmaßen zusammensuchen muss, nur weil man als Unwissender die letzte U-Bahn kurz nach Mitternacht versäumt hat… Das kann einen schon Nerven kosten, ist aber im Nachhinein betrachtet schon eine lustige Geschichte, die man dann wenigstens zum Weitererzählen hat.
Aufbruchsstimmung, natürlich positiver Natur, aber dennoch mit einem traurigen Auge gen alte Heimat gerichtet, beginnt man im neuen Zuhause die Umgebung zu erkunden. Menschen, viele Menschen laufen an einem vorbei und wäre nicht dieser kalte schneidende Wind, so hätte man sich wohl eher nicht über selbige gefreut, zumindest nicht, wenn sie übernächtigt, wie man selbst, um 08:00 Uhr früh mit derselben U-Bahn fahren wollen, die ohnehin berstend voll unter dem Gewicht ihrer lebenden Fracht in den Kurven komisch ächzt. So steht man mitten in einem Meer von Gesichtern und sucht verzweifelt nach einem Haltegriff, entschließt sich aber dann dennoch, dass die Umklammerung der Masse als Selbstschutz reichen muss. Ausgestiegen und am Ziel, plötzlich Regen, nicht ein solches leichtes Flimmern und Tropfen wie von daheim gewohnt, wo der Niederschlag von oben kommt, nein viel mehr vom eisigen Wind gepeitschte kleine Projektile, die im 45° Winkel auf einen zuschießen. Im Gedanken über das Wetter fluchend, geht es weiter die Straße entlang. Schritt um Schritt lässt der Regen nach, die Sonne blitzt zwischen den Wolken empor und wirft Licht auf die positiven Seiten Wiens.
Als erstes nimmt man den Geruch war, für eine Stadt dieser Größe, ist er irgendwie magisch, luftig, leicht und so gar nicht typisch von Abgasen geschwängert, sondern vermischt viel mehr die Aromen von Kulturen zu etwas ungewohnt neuem. Kurz danach stellt man ob der Größe seine Möglichkeiten fest und wird von einem „Ich-kann-alles-tun“-Gefühl weiter angepeitscht. Der Blick schweift über die alten, teils perfekt restaurierten Gemäuer und man wird sich bewusst, dass man diesen Gedanken sicherlich nicht als Erster gehegt hat. Schließlich hört man ein lautes Seufzen – es stammt von einem selbst – ,weil man feststellt, dass man zwar da ist, aber dennoch nicht wirklich angekommen. Aber das ist sicherlich nur eine Frage der Zeit, zumal man weiß, dass hinter der nächsten Ecke die Zukunft wartet.
Ist man seit heute und man will sich ja nicht selbst loben oder so, aber war schon irgendwo eine reife Leistung das alles. Mal schauen ob das von Freunden prophezeite „ach war das damals schön“ demnächst mal eintritt. Zuerst ist man aber damit beschäftigt das alles zur realisieren und auf einen wirken zu lassen… War das wirklich ich? War das meine Matura (Abi)? Hab ich das wirklich gerade echt geschafft? Beschäftigt mit Selbstreflexion hoch 23.
Sollte meiner Meinung nach zur gültigen Prüfungsantwort geadelt werden. Denn sind wir mal ehrlich, da gibt es schon unglaublich viele Dinge, die in die Kategorie „Unnützes Wissen“ fallen und ich rede hierbei nicht nur von eigenen Hobbies und Obsessionen, die sind schon in Ordnung und es ist auch in Ordnung wenn man Energie auf sie anwendet, denn das definiert sie, sondern vielmehr von den Dingen, die wir lernen mussten, wobei keiner gefragt hat, ob man diesen Terminus jemals wieder in seinem Leben brauchen oder anwenden will… Jetzt kann man argumentieren, jaja das regt zu einem großen Gesamtbild und Allgemeinwissen an und hilft dabei Zusammenhänge zu erkennen?! Dennoch fragwürdig, will ich meinen, da man und davon gehe ich an der Stelle aus, sicherlich das Meiste so weit verdrängt hat, also in die allerletzte Gedächtnisschublade gesteckt hat, die irgendwie auffindbar war, dass man das Zeug ohnehin nie wieder findet. Apropos niemals wiederfinden, ich sollte unbedingt meinen Schreibtisch aufräumen, zumal das alles ohnehin demnächst Geschichte sein wird, zumindest in absehbarer Zeit oder so…
Wer dieses Wochenende über
Novarock bloggt, wird von meiner Wenigkeit fachmännisch zerlegt. Ja, wir sprechen hier von purem Neid, der auf die Unmöglichkeit eines Besuchs meiner Wenigkeit zurückzuführen ist. Nochmal zum Mitschreiben: Ich möchte weder an das
Revival der Kackaaffen (Guano Apes), noch an den sicherlich genialen Auftritt von
Placebo und schon gar nicht an
Metallica oder
Kill Switch Engage erinnert werden. Also aus Mitgefühl: Ruhe auf den billigen Plätzen (auf denen ich stehen könnte!) und lasst mich hier büffeln…
Es gibt da Menschen, die sich für unglaublich wichtig befinden und ihre Ansichten gern mal auf ein philosophisch soziologisches Fundament innerhalb ihrer kleinen Welt stellen. Aber ich finde das okay - denn zumindest kennt man sie dort. Und wem’s noch nicht aufgefallen ist: Ist ja bei mir nicht nennenswert anders, aber wenn das bei anderen zum einen oder anderen Stirnrunzeln oder gar zu einem kurzen Schmunzeln führt, hat man doch etwas richtig gemacht und sieht, dass die Bemühungen den Gedanken in Worte zu kleiden, nicht völlig umsonst waren.
Egal, anstatt leerer Versprechungen oder gar einem erneuten Aufruf zum Bloggen, in dem ich bekräftige wie toll das doch alles ist, verbleibe ich hiermit damit, dass ich demnächst (hoffentlich) wieder sehr viel mehr Zeit haben werde und es sicherlich nicht lassen werde hier wieder ein bisschen herumzupolarisieren. Ob der Güte will man an der Stelle nicht diskutieren, da man auf Grund der Abwesenheit eh die Leserschaft verloren hat oder?! Notfalls polemisiert man eben alleine über das Leben und sagt dazu Autotherapie…
Kürzlich gesehen und als genial befunden... Denke kann sogar hartgesottene und wirklich festgefahrene Web-2.0-Muffel - Ja ich staune selbst, dass es sowas überhaupt noch gibt - bekehren.
Prädikat: Sehenswert.
Für alldiejenigen, die von dem großen Trend noch nichts gehört haben und sich zu recht fragen was
Cubecraft eigentlich ist, gibt's
diesen link hier! Das Prinzip ist so simpel, wie genial und richtig typisch amerikanisch durchgeknallt. Such dein Idol aus, lad es herunter, schneid es sorgfältig aus und bau deinen ganz persönliche würfelförmige Version daraus.
Das klingt sehr kindisch, ist es auch und wäre es umso mehr und dadurch auch schnell wieder langweilig, wenn es denn so simpel wäre. "Because the clue is, that it works without any glue!" Soll heißen, dass das revolutionäre und teilweise genial durchdachte Stecksystem die Basteleien völlig ohne Kleber zusammenhält. Selbststützende Konstruktion nennt man das glaub ich in der Baubranche. Jedenfalls sind wir, also ich und speziell einige Freunde und Kollegen davon extrem begeistert. In diesem Sinne viel Spaß und frohes Bauen!
Merke: Wasser und Schnee verhalten sich auf dem gemeinen Gehweg gerne wie Schmierseife...
Feierabend, aus den Boxen dröhnt
Bullet For My Valentine; Füße hochlegen, für heute erst mal. Leider nicht für lange, denn morgen geht die Horrorwoche weiter. Ich persönlich bin ja ein absoluter Gegner der Schulnachricht (formal Halbjahreszeugnis) und stelle deren eigentlichen Nutzen aktiv in Frage. Jeder halbwegs versierte und routinierte Schüler/Student (oder was auch immer) weiß zumeist über seinen aktuellen Stand (oder Umstand!?) im Jahr bestens bescheid und kann und wird wenn es nicht so ist doch seine vier Buchstaben bewegen können und nachfragen. Was da also bleibt ist sinnloses Stresspotential und noch mehr Gründe uns eine Klausur nach der anderen reinzudrücken. Danke, liebe Volksvertreter... Besorgt mir lieber einen(-n) Sklaven(in), der(die) mich jetzt mit Getränken versorgt. Denn das wäre im Moment gerade brauchbarer.
Das ist es was die anderen im Ausland oftmals von uns (den Österreichern) haben. Wie ich darauf komme!? Nunja einerseits hab ich letztens per MySpace einem amerikanischen Blogger-Kollegen erklären müssen, dass wir nicht unbedingt immer in "Lederhosn" herumlaufen und ständig am rumjodeln sind. Ich ließ mir natürlich nicht den Spaß nehmen noch ein bisschen mehr Verwirrung zu stiften und auf die Bayern zu verweisen. Also alles im Sinne interkultureller Missverständnisse.
Apropos Deutschland und falsches Bild. Ich für meinen Teil finde es äußerst erschreckend, dass uns ein Klasse D-Promi im deutschen, zugegebenermaßen nicht intelligentesten Sender, aber immerhin doch im Fernsehen vertritt. Wovon ich spreche!? Naja viele regen sich auf, die einen weil sie es angucken, die anderen weil sie eben vehemente Gegner des Jungelcampformats sind. Aus der Textfärbung lässt sich wohl erahnen zu welchem Lager ich gehöre, aber Aufregen wegen sowas!? Nein und doch (jeder halbwegs aufmerksame Leser dieses Blogs wusste, dass das jetzt kommt) ich finde es kann nicht angehen, dass man angesprochen wird, wohl gemerkt von deutschen Freunden, bezugnehmend auf die Fr. Lugner - alias Mausi - ob wir - also alle Österreicher - "so" sind. Ich habe an der Stelle es natürlich tunlichst vermieden eine nähere Beschreibung von "so" zu erfragen und schlichtweg trocken mit: "Nein, nicht alle sind 'so'." geantwortet.
Ist ja etwas das man absolut begrüßt und sich immer wieder freut, wenn selbige etwas im positiven Sinne bewegt. Trotzdem bestätigt sich im richtigen Leben immer wieder der lateinische Grundsatz „Dosis facit venenum“; Denn das was für den Apotheker täglich Brot ist, trifft leider auch viel zu oft bei Charakterzügen zu. Soll heißen: Sprunghaftigkeit kann verdammt nerven, egal wer sie betreibt bzw. verinnerlicht.
Obiger Satz dürfte jedem gebeutelten Mann und ich spreche nicht nur von denen, die gerne mal als Packesel zweckentfremdet werden, sondern auch von den schwerst gebeutelten Einkaufsmuffeln, die nur mit Zuckerbrot und Peitsche (man denke an meinen Tiervergleich vom Anfang) dazu zu nötigen sind auch nur einen Schritt in die heiligen Hallen der Frauen und dem Geburtsort der Reibblasen, über die güldene Schwelle des Schuhladens zu setzen, wohl mehr als nur einmal untergekommen sein. Denn die gemeine Frau (Erklärung für die männliche Leserschaft: Nein nicht gemein in Form von böse oder hinterlistig, was sie in den meisten Fällen natürlich auch ist, sondern in Form von allgemein) neigt dazu bei zumindest jedem dritten Paar nach einem kurzen Kreischanfall obige Begründung für ihr unbändiges Verlangen nach dem Objekt der Begierde zu benutzen, auch wenn es die hässlichsten Treter äääh „Pöms“ sind die man jemals zu Gesicht bekommen hat. Aber jetzt ist es völlig falsch, wenn man nach der Meinung gefragt wird, ehrliche Antwort zu geben. In den meisten Fällen ist kurzes Nicken das klügste, denn bei Frauen und Schuhen verhält es sich ein bisschen wie mit der Vampirina und dem Jüngling und mal ehrlich, seh‘ ich wie Van Helsing aus?
PS: Zur Sicherheit und bevor ich Drohbriefe kriege: JA, der Beitrag ist leicht sarkastisch, zumindest stellenweise...
Angestaubt, verlassen in einer Ecke. Nein, nicht die Schulbücher seit Anfang der Ferien, sondern dieser kleine aber feine Blog. Lösung? Aufräumen, aber mal ehrlich... Den ganzen alten Schund mitschleppen?! Auch wenn es irgendwie weh tut: Ein Neustart muss her! Klatsch: Neuer Server, alte Domain, mehr Motivation, der selbe alte Mist, der aber oftmals sogar gelesen wird...
In diesem Sinne herzlich willkommen im neuen alten, gewohnt verrückten und selten durchsichtigen Blog, der endlich mal wieder regelmäßiger gefüllt werden soll. Also Tod der Informationshungersnot oder so...